Käseplatte mit Wein

Käse zum Wein oder Wein zum Käse?

Egal, wie man es sieht. Wein und Käse gehören zu den beliebtesten Genuss-Kombinationen des Menschen und versprechen höchste Gaumenfreuden. Einfache Regeln helfen, geschmackliche Harmonie zu finden.

Wein und Käse haben vieles gemeinsam. Oft sind sie Kulturgüter und Aushängeschilder ganzer Regionen. Zudem haben sie eine jahrtausendelange Tradition. Als Naturprodukt haben sie so manches gemeinsam: die Vielfalt des Ursprungs genauso wie ähnliche Bemühungen bei Herstellung, Reifung und Lagerung. Es sind „lebende“ Produkte, die nur zeitlich begrenzt den Gipfel des Genusses bieten können.

Harmonische Kombination

Wenn die Kombination von Wein und Käse für Sie Harmonie bringen soll, geht es darum, die geschmackliche Intensität von beiden so weit wie möglich auszubalancieren. Neben der Beachtung einiger Grundregeln gilt es in erster Linie, die persönlichen Vorlieben zu berücksichtigen.

Auch beim Käse ist Geschmacksfülle nicht fix vorgegeben. Das Reifestadium, die Fermente bei der Herstellung und ganz besonders die verwendete Milch – von Kuh, Schaf oder Ziege – bringen große Unterschiede.

Einfache Regeln

Die verschiedenen Säuren zueinander:

Sie addieren sich in unserem Geschmacksempfinden. So haben Weine zum Beispiel einen sehr unterschiedlichen Gehalt an Apfel- und Weinsäure. Junger Käse – besonders Frischkäse – enthält versteckte Milchsäure. Empfehlung: Gereifte Weine mit milder Säure und viel Extrakt schaffen Ausgleich und geschmackliche Harmonie.

Salz und Säure zueinander:

Viel Salz im Käse und zu rassige Säure im Wein verstärken sich genauso. Empfehlung: Milde Weine können bei stark salzigem Käse ausgleichend wirken.

Säure und Bitterstoffe:

Die Milchsäure in zu wenig gereiftem Käse wird in Verbindung mit kräftigen Tanninen des Weins noch verstärkt und wir empfinden die Geschmackskombination als unangenehm. Empfehlung: Keinesfalls Barriqueweine oder gerbstoffreiche Rotweine servieren. Milde Rot- oder noch besser gehaltvolle Weißweine harmonieren sehr gut.

Süße und Süße heben sich auf:

Guter Blauschimmelkäse ist meistens fett und hat bei entsprechender Reife auch einen hohen Gehalt an Glycerin – dieses schmeckt süßlich. Empfehlung: Diese Käsearten bringen zusammen mit edelsüßen Weinen eine besondere Geschmacksharmonie. Es ist unbedingt einen Versuch wert.

Schwierige Kombinationen:

Käsesorten, die mit Rotschmierkulturen gereift werden – egal ob aus Kuh-, Schaf- oder Ziegenmilch – sind sehr geschmacksintensiv. Es könnte sein, dass feine Weine von den Käsearomen „erschlagen“ werden. Empfehlung: Versuchen Sie es mit säurearmen Weißweinen – wie zum Beispiel Rivaner. Auch leicht aromatische, halbtrockene Weißweine passen meistens sehr gut.

Obst als Begleitung?

Es bietet einen optischen Blickfang und schmeckt zu verschiedenen Käsesorten auch sehr gut. Das Obst auf der Käseplatte macht die Anpassung an den Wein allerdings viel schwieriger. Besonders Birnen mit Säure und versteckten Bitterstoffen, aber auch saftige Äpfel gehören nicht zu den „Freunden“ des Weins. Absolut ideale Partner für Käse und Wein sind verschiedene Nüsse.

Nicht nur Rotwein

Es muss nicht immer Rotwein sein! Weißweine können mit verschiedenen Käsearten viel leichter die erwünschte Geschmacksharmonie erzielen. Wie schon erwähnt, sind manchmal Süßweine die idealen Partner.

  

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