
"Artgerechte Tierhaltung" lautet die Alternative, die für ökologisch wirtschaftende Bauern schon immer eine Selbstverständlichkeit war. Nicht zuletzt aus Gründen des Tierschutzes.
Daher ist das Ausschlaggebende bei der Erzeugung von Bio-Schinken die richtige Auswahl des zu verarbeitenden Tieres. Dann erst kann das entsprechende Endprodukt, ein Bio-Bauernschinken, der sich durch seine saftige, auf der Zunge leicht mürbe Konsistenz auszeichnet, erzeugt werden.


Ja, ich bin der Juffinger Anton, bin Metzgermeister in Kufstein, Zellerstraße 24. Wir haben da seit 3 Jahren eine Bio-Metzgerei und haben es uns zur Aufgabe gemacht, daß wir nur einheimische Rinder und Schweine schlachten.
Das Wichtigste ist dabei die Zusammenarbeit und Kooperation mit den Bauern, damit die Fleischqualität für den Konsumenten optimal ist. Das erreichen wir dadurch, daß die Haltung und Fütterung den strengen Erntevorschriften der "Bio-ERNTE-Austria" entsprechen. Das Wichtigste ist dann der Weg zur Schlachtstelle. Da bringt jeder Bauer das Tier einzeln zum Schlachtort, und somit ist Streß im Anfangsstadium zu vermeiden. Das wichtigste Dokument für die Tiere sind die Ohrmarken und der Viehverkehrsschein, den jeder Bauer mitbringt und uns mit seiner Unterschrift auch die Garantie gibt, dass das Tier den Qualitätsrichtlinien entspricht.
Vom Bio-Bauern verlangen wir, dass er seine Tiere mindestens 200 Tage im Jahr frei hält, dass sie Auslauf haben bzw. auf der Alm sind. Ganz wichtig bei den Schweinen ist der Auslauf und dass sie nicht auf Spaltenböden gehalten werden. Weiters spielt die Fütterung eine tragende Rolle: die Verwendung von wirtschaftseigenem Futter - das Gras und Heu, das auf unseren Bergen wächst, bzw Ergänzungsfutter von anderen Bio-Bauern wie Getreide usw, was ja der Bergbauer bei uns nicht anbauen kann.
Qualität heißt, dass bei der Rohware der PH-Wert gemessen wird, damit wirklich garantiert ist, dass der Rohstoff "Fleisch" wirklich optimal ist. Anhand des PH-Wertes kann man ua. erkennen, ob das Tier unter Streß geschlachtet worden ist oder speziell, ob es trocken gefüttert wurde. Das läßt Rückschlüsse auf die Konsistenz des Fleisches zu. Nach der Schlachtung wird das Fleisch bei uns zwei Tage gereift.
Die Schweine werden dann anschließend im Zerlegebetrieb in die einzelnen Teilstücke zerlegt, und von den Edelteilen machen wir eben den Tiroler Bio-Bauernschinken, der bei uns im guten Fachhandel und in den MPREIS Märkten zu finden ist.
Wir machen auch Rindersaftschinken, Speck und Wurstwaren, aber eben nur auf dem Level der "Bio-ERNTE-Austria", d.h. es werden nur Bio-Gewürze verwendet - ohne Zusatzstoffe und Glutamate.
Zurück zur Verarbeitung des Schinkens: Es wird das Naturprodukt so belassen wie es gewachsen ist. Es wird nichts dazugeklebt oder dazugemengt - es ist so, wie das Fleischstück von Haus aus ist. Das Fleischstück wird umrötet und gewürzt, damit es Geschmack hat und dann mit Buchensägemehl geräuchert und gebraten.
Also, ich möcht' euch jetzt einladen, probiert's einmal unsere Produkte, probiert's die Bio-Produkte und vergleicht's es mit anderen Produkten auf dem Markt und entscheidet's danach beim Kauf!
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