Das Bemühen um eine ausreichende Versorgung mit Essen und Trinken ist so alt wie die Menschheit selbst und steht nach wie vor im Mittelpunkt unseres Lebens. Geändert haben sich lediglich Angebot und Form der Beschaffung. Das Schlaraffenland „Supermarkt“ stellt uns täglich vor die entscheidende Frage: "Essen um zu Überleben oder Leben um zu Essen?“
Wer sich im Dschungel der Ernährungstipps und Diätempfehlungen zurecht finden will, muss - so glaubt man - entweder Experte oder zumindest sehr viel Zeit ins Thema Gesundheit investieren. Dabei ist es denkbar einfach, im täglichen Alltag einen gangbaren Weg zwischen Junkfood und Biokost zu finden. WAS, WIE, WANN, WARUM sind die vier großen Fragezeichen im puncto bewusst Essen und Trinken.
Wählen Sie aus dem Angebot an über 10.000 Lebensmitteln in Ihrem Supermarkt regionale, saisonale und möglichst unbehandelte, natur idente Lebensmittel (d.h. Kartoffeln statt Püreepulver).
Schenken Sie Ihrem Essen und Trinken mehr Aufmerksamkeit und Zeit. Multitasking heißt die neue Unart bei Tisch, d.h. den Laptop vor sich, telefonieren, Radio hören und Essen gleichzeitig! Messen Sie Ihrer Nahrung mehr Wert bei – sie ist das Einzige, wovon Sie leben. Wer nicht alle 3 Mahlzeiten am Tag mit Ruhe und Genuss erleben kann, wählt sich zumindest eine, wo Freude, Lust und Entspannung am Essplatz herrscht.
Beobachtet man Kinder, so stellt man rasch fest, dass alle 3 bis 4 Stunden instinktiv Energie-Nachschub gefordert wird. Übergeht man die Signale des Hungers, sind Leistungsabfall, Konzentrationsschwäche, Müdigkeit und Heißhungerattacken die Folge. Auch beim Erwachsenen wäre dieser Rhythmus ideal. Planen Sie 3 Mahlzeiten über den Tag verteilt ein und gewähren Sie ihrem Körper Esspausen von ca. 4 Stunden. So reguliert sich ein normales Hungergefühl und sowohl Blutzucker als auch Fettabbau wird optimiert.
Fragen Sie sich selbst, warum Sie das Essen was Sie essen? Erwischt: aus Langeweile, Frust, weil´s zum Abnehmen dient, zum Stressabbau, weil das Rest´l weg muss oder Sie all inclusive bezahlt haben – Wo bleibt der HUNGER? Versuchen Sie bewusst mit der nächsten Mahlzeit so lange zu warten, bis Sie wirklich Hunger verspüren, nur dann können Sie auch Ihren Sättigungspunkt erkennen.
Rohe Rohnen aus Tirol vom 5. 2. bis 11. 2. 2012
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