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Therese Mölk
Therese Mölk

Eine starke Frau

Therese Mölk kämpfte im 19. Jh. um das Recht, ein eigenes Geschäft führen zu dürfen. 80 Jahre später wurde daraus MPREIS.

Am 13. November 1872 wird Therese Gollner in Wörgl geboren. Ihre Mutter führt ein kleines bäuerliches Anwesen, der Vater ist Postillion. Mit 20 Jahren geht für die junge Frau ein langgehegter Wunsch in Erfüllung - sie darf im größten Geschäft in Wörgl als Lehrling eintreten. Nach 3 Jahren ist sie dort die erste Verkäuferin.

"Aber dann ging der Kampf los, weil ich mich selbständig machen wollte. Der Bürgermeister selbst verhalf mir dann zum Gewerbeschein. Das war ein Hurra!"


Diese Tagebucheintragung aus den 90er Jahren des 19. Jh. dokumentiert die triumphalen Gefühle der Therese Gollner, ist es damals doch fast unmöglich für eine Frau, einen Gewerbeschein zu bekommen. Nun steht dem großen Traum der jungen Wörgler Verkäuferin – die Gründung eines eigenen Lebensmittelgeschäftes – nichts mehr im Wege: sie richtet in ihrer Heimatgemeinde einen Laden ein und führt ihn gemeinsam mit ihrer Schwester 3 Jahre lang.

Mit der Heirat ihres Mehl- und Polentalieferanten Johann Mölk nimmt der Lebensweg von Therese vorerst eine vollkommen andere Richtung ein. Sie zieht mit ihm nach Kundl, wo er eine Mühle und ein Sägewerk betreibt. Innerhalb von 14 Jahren kommen 10 Kinder zur Welt.

Schwierige Zeiten

Es sind schwierige Zeiten - die Geschäfte bringen zu wenig Ertrag, Kredite sind kaum mehr zu bekommen. Später führt die Familie eine Ziegelei, in welcher auch die zahlreichen Kinder von Anfang an mithelfen. Doch schließlich fehlt einfach das Geld und es fällt ihnen allen sehr schwer, alles aufgeben zu müssen.

"Wie es ist, wenn es abwärts geht, ist es nicht so leicht, wieder herauszukommen. Und doch sind wir nach dem allerhärtesten Kampf wieder in die Höhe gekommen."

Mit dem kleinen Erlös des Verkaufes und ihren vielen Kindern ziehen Therese und Johann Mölk kurz vor dem ersten Weltkrieg nach Innsbruck. Die Familie lebt in ärmsten Verhältnissen und schlägt sich mit Gelegenheitsarbeit und Altwarenhandel in diesen schweren Zeiten durch.

1919 ziehen die Mölks in die Dreiheiligenstraße 21 - die Adresse, an der sich dann bis 1985 die Unternehmenszentrale des späteren MPREIS befinden wird. Zu diesem Zeitpunkt kehrt die damals beinahe 50jährige Therese Mölk zu ihren Wurzeln zurück und gründet erneut einen Lebensmittelbetrieb.

"Dann haben wir im Viadukt das erste Geschäft aufgemacht, es war ganz primitiv. Wir haben nur Schweinefett geführt, aber in großen Mengen."

Ein Familienunternehmen

In der Folge eröffnet die tüchtige Frau gemeinsam mit ihrem Mann und ihren Kindern - welche alle als Gesellschafter in die Firma eintreten - eine Filiale nach der anderen. Der Zusammenhalt zwischen den Kindern ist den Eltern ein großes Anliegen. "Seid friedlich mitsammen, helft einer dem anderen – so könnt ihr vorwärts kommen!" wird ihnen immer wieder gepredigt. Dieser Leitsatz erweist sich als Erfolgsrezept – der Aufschwung des Unternehmens ist vorerst nicht zu stoppen.

Mölk Brot

Mit MÖLK Brot schafft die Familie schließlich einen unverwechselbaren Markenartikel. Dass Therese und Johann Mölk jedoch nicht nur Geschick im Lebensmittelhandel, sondern auch eine starke soziale Ader besaßen, ist damals allseits bekannt gewesen. Wenn jemand kommt und Hunger hat, dann soll man ihm nicht das alte Brot geben, sondern ein frisches!

Mit dieser Einstellung ist die Familie vor allem unter der notleidenden Tiroler Bevölkerung sehr beliebt.

Die Herzen und die Dankbarkeit ihrer Kunden bestärken Frau Therese Mölk immer wieder in ihrem unternehmerischen Wirken - bis zu ihrem Tod im Jahre 1958.

 

Lesen Sie auch hier über "Tiroler, die etwas Besonderes geleistet haben" die beeindruckende Lebensgeschichte der Therese Mölk.

 

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