20er Verkäufer

MPREIS unterstützt Tirols Straßenzeitung "20er"

Vor vielen MPREIS Märkten kann man  Menschen antreffen, die den 20er verkaufen. MPREIS versucht, diesen Menschen hier einen Platz anzubieten, der ihnen die Möglichkeit gibt, sich aus ihrer sozialen Notlage zu befreien.

Was ist der 20er?

Der 20er ist Tirols Straßenzeitung. Sie wurde 1998 gegründet und steht unter dem Motto "Ein Projekt auf Gegenseitigkeit“. Menschen in sozialen Notlagen soll mit dem Verkauf der Zeitung die Möglichkeit gegeben werden, schnell, unkompliziert und ohne große bürokratische Hürden Geld zu verdienen. Die 20er-VerkäuferInnen sind selbständig tätig, d.h. sie entscheiden selbst, wann, ob und in welchem Ausmaß sie Zeitungen verkaufen. Sie erwerben die Zeitungen um einen Euro und verkaufen sie um zwei Euro weiter. Für nicht verkaufte Exemplare gibt es ein Rückgaberecht.

Wer darf den 20er verkaufen?

Grundsätzlich darf jedeR, der/die glaubhaft machen kann, sich in einer sozialen Notlage zu befinden, den 20er verkaufen. Alle 20er-VerkäuferInnen unterzeichnen am Beginn ihrer Tätigkeit als 20er-Verkäufer eine Vereinbarung, in der sie zusichern, nicht zu betteln, die PassantInnen nicht zu belästigen und die Zeitungen weder alkoholisiert noch unter Drogeneinfluss zu vertreiben. Kurz und gut: Die 20er-VerkäuferInnen versprechen, im Rahmen ihrer Tätigkeit positive Botschafter für die Tiroler Straßenzeitung zu sein.

Warum verkaufen auch AsylwerberInnen den 20er?

Der Verkauf von Straßenzeitungen gehört zu den wenigen, legalen Möglichkeiten für AsylwerberInnen, Geld zu verdienen. Für viele von ihnen ist es die einzige Möglichkeit, einer sinnvollen Tätigkeit abseits des langwierigen, beschäftigungslosen Wartens auf eine Entscheidung über ihren Asylantrag nachzugehen. Der 20er-Verkauf wird so zu einem wichtigen ersten Integrationsschritt: Die Tätigkeit stärkt das Selbstvertrauen der Menschen, ermöglicht es ihnen, Kontakte zu „Einheimischen“ herzustellen und vermittelt erste Sprachkenntnisse. Viele der AsylwerberInnen erlernen gerade im Rahmen des 20er-Verkaufs wichtige kulturelle Fertigkeiten. Etwa, wie hierzulande gearbeitet, miteinander umgegangen und aufeinander zugegangen wird.

Die Struktur des 20er.

Die Tiroler Straßenzeitung 20er verdankt ihre Existenz der Privatinitiative einer handvoll Menschen, die im Jahr 1998 beherzt einen Verein für die Herausgabe, Redaktion und Organisation einer Straßenzeitung gegründet haben. Bis heute erhält der 20er –im Gegensatz zu den meisten heimischen Sozialprojekten – keinerlei öffentliche Subventionen oder Unterstützung, sondern erwirtschaftet alle anfallenden Kosten selbst. Gerade deshalb ist der 20er, Tirols Straßenzeitung, auf Unterstützung durch LeserInnen, AnzeigenpartnerInnen und SponsorInnen angewiesen. Also auch auf Sie und Ihre wohlwollende Hilfe!

www.20er.at
Fotonachweis: Dave Bullock

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