MEHRWEG IST DER WEG

Besser Kaffeetschln

Wir sagen den täglich verbrauchtem Berg an Einwegbechern den Kampf an, denn mit dem neuen umweltfreundlichen Mehrwegbecher lässt es sich bei Baguette einfach "besser Kaffeetschln".

© MPREIS

Gemeinsam mit den Innsbrucker Filialen von Baguette und Bäcker Ruetz, der Mensa sowie den Kaffeespezialisten coffeekult und Brennpunkt führt die Universität Innsbruck einen umweltfreundlichen Mehrwegbecher ein und sagt damit dem Berg an täglich verbrauchten Einwegbechern den Kampf an. Ab sofort ist der BesserCup um 5,90 € inklusive erster Befüllung mit einem Heißgetränk in allen Innsbrucker Partnerfilialen erhältlich.

Alleine in Innsbruck gehen täglich bis zu 17.000 Einwegbecher über die Ladentheken. Stapelt man diese enorme Anzahl an Bechern, erreicht man jeden Tag die Höhe des Patscherkofels. Im Gegensatz zu Innsbrucks Hausberg ist die Überlebensdauer eines Einwegbechers jedoch verschwindend gering. Gerade einmal 10 Minuten dauert es im Schnitt, bevor er, im besten Falle, im Mülleimer landet. Selbst wenn die Becher ordnungsgemäß entsorgt werden, belastet jeder Einzelne massiv die Umwelt: ein Recycling der Becher ist nicht möglich, bei der Verbrennung werden schädliche Chemikalien aus der Beschichtung freigesetzt. Die negativen Auswirkungen von Coffee to go Bechern beginnen jedoch bereits bei der Herstellung. Wendet man die von der Deutschen Umwelthilfe erhobenen Zahlen zum Ressourcenverbrauch bei der Produktion von Coffee to go Einwegbechern auf Österreich an, erhält man folgende Zahlen: Um die in Österreich pro Jahr verbrauchten 300 Millionen Becher zu produzieren, werden ca. 3.000 Tonnen Papier, ca. 2200 Tonnen Rohöl, etwa 32 Millionen kWh Strom und 1,5 Millionen Liter Wasser verbraucht. 4.600 Bäume werden allein für die Becherherstellung gefällt. Insgesamt entstehen durch Einwegbecher und die dazugehörigen Plastikdeckel landesweit rund 4000 Tonnen Abfall pro Jahr.

"Wir wollen es allen Innsbruckerinnen und Innsbruckern ermöglichen, aktiv gegen die enorme Müllproduktion anzukämpfen und sich für eine umweltfreundliche Alternative zu entscheiden"

Anna Knorr
Abteilung für Abfallbehandlung und Ressourcenmanagement

 

Gemeinsam mit den Partnern möchte die Universität Innsbruck mit einem Mehrwegbecher zu nachhaltigeren Alltagsgewohnheiten anstoßen. Anna Knorr hat sich in ihrer Masterarbeit intensiv mit der Konzeption und Umsetzung des Projekts „MehrWert für Innsbruck - Coffee to go im MehrWegbecher“ beschäftigt. Fazit: Trotz der höheren Aufwendungen bei der Herstellung, haben Mehrwegbecher eine deutlich bessere Ökobilanz als Einwegbecher, wenn sie regelmäßig genutzt werden. Um den BesserCup möglichst umweltfreundlich zu gestalten, entschied sich das Projektteam für einen Becher der Firma NoWaste. Der Becher besteht zu 100% aus natürlichen Rohstoffen, die als Reststoffe in der Holzindustrie anfallen. Er ist biologisch abbaubar und wird in Deutschland produziert. 

Mitbringen lohnt sich also nicht nur für die Umwelt - bei Nutzung eines Mehrwegbechers erhält der Kunde 10 Cent Rabatt.
 

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