Tag des Apfels

Tag des Apfels

Jedes Jahr am 2. Freitag im November wird er gefeiert, der Tag des Apfels! Auf dieser Seite findet sich ein Märchen dazu - geeignet zum Vorlesen, selbst lesen, dazu zeichnen bzw. einfach, um sich für kurze Zeit in eine andere Welt, die Märchenwelt entführen zu lassen.

 

 

Das Märchen vom wunderbaren Apfel

Es war einmal ein Apfelbaum, der auf einer großen Wiese stand. Dieser Apfelbaum war sehr,

sehr glücklich und immer fröhlich - denn er hatte all seine Freunde, die Vögel, die Pilze, die Ameisen

und Schmetterlinge um sich und ihm fehlte es an nichts. Darum brachte er auch die besten,

saftigsten Äpfel hervor. Und diese Äpfel hatten eine Eigenheit: Jeder, der sie aß, spürte von dieser

Freude und vergaß sogleich seine Sorgen.

An einem sonnigen Nachmittag kam ein kleiner Bub vorbei und bemerkte auf dem Baum einen

besonders schönen Apfel. Er pflückte ihn, biss genüsslich hinein und machte sich wieder auf ins

Dorf. Auf dem Weg dorthin sah er eine Frau, die hinkte. „Was fehlt dir?“, fragte der Bub. „Ach

Kind, ich war einmal so wendig wie du, nur bin ich dann erkrankt und mein starrer Fuß ist mir

geblieben.“ Der Bub dachte daran, wie gern er doch über die Felder lief und über Stock und Stein

sprang und wie schlimm es wäre, wenn er das nicht mehr könnte. „Hier, nimm diesen Apfel, du

brauchst ihn dringender als ich. Es ist ein besonderer Apfel und er wird dich sicher stärken.“ Die

Frau freute sich über die nette Geste und nahm ihn dankend entgegen. Als sie von dem saftigen

Apfel abbiss, spürte sie seine Kraft und fühlte sich so jung und wendig, wie schon lange nicht

mehr. Überglücklich ging sie ins Dorf zurück, um ihren Freunden davon zu erzählen. Da fand sie

am Dorfeingang ein kleines Mädchen weinend am Wegesrand sitzen. „Ja Mädchen, was fehlt

dir?“, fragte sie es. Das Mädchen schluchzte: „Ich bin gestolpert und dann ist mir mein Butterbrot

auf den Boden gefallen. Jetzt ist es so schmutzig, dass ich es nicht mehr essen kann. Aber

das war meine einzige Jause für heute!“ „Komm, wein‘ doch nicht!“, sagte die Frau und gab dem

Kind den Apfel als Geschenk. Vergnüglich biss es in den Apfel und der schmeckte so gut, dass

das Mädchen gar nicht mehr auf den Weg achtete und in die ‚Stumme Straße‘ einbog. Die Leute

aus dem Dorf nannten diese Straße so, weil hier nur ein Haus stand - das eines alten Mannes,

der nie sein Haus verließ und seit jeher mit keinem im Dorf geredet hatte. Daher betrat sonst keiner

von den Dorfbewohnern diese Straße. Durch ein Fenster sah das Mädchen den alten Mann

in einem Stuhl sitzen und beobachtete, wie dieser in die Leere starrte. „Der Mann ist sicher sehr

einsam“, dachte es sich. „Ich will ihm diesen Apfel geben. Er hat mich aufgeheitert, die Frau von

vorhin war guter Laune und vielleicht freut sich der alte Mann ja auch darüber.“ Nach einer Weile

winkte sie dem Mann kurz zu. Dieser schien sie nicht zu bemerken, worauf das Kind zur Tür

eilte und anklopfte. Wortlos öffnete er und schaute das kleine Mädchen erstaunt an. „Hier, ich

möchte Ihnen diesen Apfel schenken. Den hab‘ ich heute selbst bekommen und ich musste dann

nicht mehr weinen. Vielleicht macht er Ihnen auch eine Freude.“ Die Augen des alten Mannes

begannen zu strahlen. Noch nie zuvor hatte ein Kind an seine Tür geklopft, um ihn zu beschenken.

Überwältigt vor Glück nahm er das Geschenk an und bat sie herein. Und dann geschah

etwas, was sich niemand jemals vorstellen hätte können: Der alte Mann begann zu reden, und

er erzählte stundenlang von früher und davon, was er alles erlebt hatte - so groß war die Freude

über die nette Aufmerksamkeit des Kindes.

Und so ergab es sich, dass das Kind den seltsamen alten Herrn, der eigentlich gar nicht so seltsam

war, immer wieder einmal und auch mit Freunden besuchte, um aufgeregt seinen spannenden

Geschichten zu lauschen. Und der Apfelbaum? Ja, der war fröhlich wie immer und freute

sich, die Menschen mit noch vielen seiner Äpfel beglücken zu können...

 

Liebe Kinder! Über 1000 Zeichnungen sind bei uns eingetroffen! Einen Teil Eurer Zeichnungen könnt ihr hier  bestaunen. Wenn Du Dir die Zeichnungen ansehen möchtest, dann klick auf eines der Bilder und es öffnet sich eine Bilderschau, durch die Du Dich durchklicken kannst. VIEL SPASS! Sollte sich die Bilderschau nicht sofort öffnen, bitte warte eine Minute und versuch es noch mal.

Hier könnt ihr Eure tollen Zeichnungen anschauen!

Die Eingangsfront des Innsbrucker MPREIS/SUPERM, Erzherzog Eugen Straße 41 bei der Sillbrücke wurde mit vielen eurer Apfel-Bilder dekoriert.

 

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