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  • MPREIS

    Völs, 10. Oktober 2018

    Schön, schöner, Schenna

    MPREIS eröffnet neuen Supermarkt in Schenna

    Die malerische Gemeinde Schenna liegt über dem weltberühmten Kurort Meran und zieht knapp eine Million Besucher pro Jahr an. Darüber hinaus ist sie ein begehrter Wohnort, selbst die Nachkommen von Erzherzog Johann, die Grafen von Meran, leben noch immer im Schloss Schenna. Als in einer neu zu errichtenden Wohnanlage ein Supermarkt integriert werden sollte, waren die Ansprüche entsprechend hoch. Ästhetisch herausragende und funktionelle Lösungen bei der Nahversorgung sind seit Jahrzehnten die unangefochtene Domäne von MPREIS. Gerade in Südtirol hat der Tiroler Lebensmittelhändler mit seinem einzigartigen Konzept die Supermarktlandschaft enorm bereichert. Die Südtiroler Kunden schätzen die große Auswahl an Produkten aus Nordtirol und Österreich zu attraktiven Preisen. In den Filialen jenseits des Brenners nimmt MPREIS wiederum Rücksicht auf die besonderen lokalen Bedürfnisse und integriert etwa italienische Finesse bei der Feinkost ebenso wie regionale Einzigartigkeit im Weinregal. Wenn dann noch eine erfahrene Architektin und ein renommierter Künstler ins Spiel kommen, die beide ihre Wurzeln in Meran haben, ist ein außergewöhnliches Ergebnis beinahe vorprogrammiert.

    Schwierige Rahmenbedingungen und eine herausragende Lösung

    Die Architektin Silvia Boday hat zuletzt mit dem Umbau der Filiale am Retterwerk in ihrer Wahlheimat Innsbruck für Aufsehen gesorgt. In Schenna ging sie den Neubau ebenfalls mit einem Umbau an. Die architektonischen Gegebenheiten waren nämlich mehr als schwierig. Vom Bauträger war das Erdgeschoß als Parkplatz vorgesehen, die Geschäftsfläche musste ins Untergeschoß weichen, das noch dazu durch Stiegenhäuser stark fragmentiert war. „Dieser Entwicklung in Südtirol müsste man dringend entgegensteuern. Eine Durchmischung von Wohn- und Gewerbeflächen ist sehr positiv, aber unterirdische Geschäfte sind sicher nicht die beste Lösung.“ Mit einem radikalen Eingriff fand sie für den Supermarkt eine verblüffende Lösung. Zuerst änderte sie die Erschließung, um im Untergeschoß mehr Raum zu schaffen. Nach dem Umbau im Neubau blieb ein interessanter, verwinkelter Grundriss übrig. Der Markt ist über das Parkdeck erschlossen. Der verglaste Eingangsbereich ist nach vorne offen und wirkt mit der ausgeschnittenen Decke und dem zweigeschoßigen Treppenabgang sehr großzügig. Dadurch gelang eine stimmige Verbindung der über- und unterirdischen Bereiche. Edle und haptisch interessante Materialien ziehen sich durch den gesamten Markt. Hinter der Feinkosttheke sorgen etwa tiefschwarze, glänzende Fliesen im Stil der Pariser Metro für einen in jeder Hinsicht blitzsauberen Look und räumliche Tiefe. Dazu kommt eine Reihe von künstlerischen Interventionen.

    Kunst am Bau mit enormer Wirkung

    Von außen springt zuerst eine skurrile Lichtinstallation von Manfred Alois Mayr ins Auge. Der Südtiroler Künstler setzt sich seit Jahren mit Räumen und ihrer Nutzung auseinander und wurde vor allem mit der Gestaltung der Außenfassade des Vorarlberg Museums bekannt. In Schenna montierte er Einkaufswägen an die Decke und spielt damit wohl auf die verkehrte Welt des unterirdischen Marktes an. Tatsächlich nimmt man diese Situation durch die architektonische Lösung kaum wahr, jedenfalls nicht als störend. Neben dem freien Blick nach oben bietet eine vom Bauherrn großzügige gewährte Freifläche hinter den Kassen eine wunderbare Aussicht auf Meran. Auf einer Wand hat M.A.Mayr eine
    von traditionellen Stickereien inspirierte Gestaltung angebracht. Die vertrauten Kreuzstich-Muster wirken seltsam vergrößert und verfremdet auf den speziell angefertigten Fliesen. Die Treppe ins Untergeschoß ist mit unterschiedlichen Oberflächenstrukturen und Materialien lebendig gestaltet. Mayr will die Menschen bewegen und wollte eine attraktive Alternative zum Aufzug schaffen. Immer wieder verbindet er Vertrautes mit Irritation, Ästhetik mit Funktionalität, Folkloristik mit Moderne. Etwa bei den Absperrungen im Parkdeck, die auf der Innenseite aus rot-weißen Verkehrsreflektoren bestehen, die zu fachwerkartigen Mustern zusammengesetzt sind. Die Gestaltung Mayrs ist kein dekoratives Beiwerk, sondern entwickelt sich aus dem Gebäude und seinem Kontext heraus und manifestiert sich an den richtigen Stellen.

    Aus einer gelungenen Synthese entstand ein einzigartiger Markt

    In der Wohnanlage mit MPREIS Markt in Schenna begegneten sich zwei Welten: Auf der einen Seite stand der Bauherr mit seinem Anspruch an eine emotionale Ästhetik und auf der anderen die von wirtschaftlich-praktischen Erwägungen geprägte Einstellung des Bauträgers. Gleichzeitig spielte die Doppelfunktion als Wohnhaus und Supermarkt eine zentrale Rolle. Aus diesem Aufeinandertreffen und der engen Zusammenarbeit zwischen Architektin und Künstler entstand eine ganz neue Sprache und eine beeindruckende Lösung für die unterschiedlichen Bedürfnisse. Die Symbiose mit dem Wohnbau sorgt für harmonische Durchmischung und Belebung. Aus dem Handicap des Untergeschoßes entwickelte sich ein besonderer Reiz. Das Endergebnis ist ein bei aller Einzigartigkeit klar als solcher erkennbarer MPREIS Markt, der sich in seine Umgebung einfügt, als könnte es gar nicht anders sein.

     

    Redaktionelle Rückfragen richten Sie bitte an: Mag. Sabrina Gaßner +43 (0) 50 321-4173 sabrina.gassner@mpreis.at


    Pressetext
    Foto 01: Feinkost Theke (Fotonachweis: Manfred Alois Mayr)
    Foto 02: Einkaufswagen Eingang (Fotonachweis: Manfred Alois Mayr)
    Foto 03: Eingangsbereich (Fotonachweis: Manfred Alois Mayr)