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Wasserstoff Farbenlehre

Die Farbe macht den Unterschied

Grün, grau, türkis, blau, pink oder orange: Je nachdem, wie Wasserstoff erzeugt wird, ist er ein Segen oder eine Belastung für das Klima. Die neuartige Elektrolyseanlage am MPREIS Betriebsstandort in Völs bei Innsbruck produziert ausschließlich grünen Wasserstoff. Warum? Weil nur diese Form von Wasserstoff ein „Teil der Lösung“ in Bezug auf die Energiewende ist.

  • Datum: 17.03.2022
© MPREIS

„Wasserstoff ist eine eierlegende Wollmilchsau, weil er technisch einfach alles kann“, sagt Ewald Perwög, Initiator des MPREIS Wasserstoffprojekts und Leiter von „MPREIS Sustainable Energy Solutions“. „Letztlich aber zählt, wie Wasserstoff hergestellt wird. Wirklich umweltfreundlich ist nur grüner Wasserstoff“.

Die neue MPREIS-Elektrolyseanlage, die die größte Single-Stack-Elektrolyseanlage Europas ist, produziert ausschließlich grünen Wasserstoff. Dieser wird zu hundert Prozent aus erneuerbaren Energien, sprich Ökostrom, hergestellt. Grüner Wasserstoff ist somit gänzlich CO2-frei und die einzige Form von Wasserstoff, die dauerhaft nachhaltig ist.

Das ist das Ziel, das MPREIS verfolgt: Der Tiroler Nahversorger möchte durch die Produktion von grünem Wasserstoff nicht nur die Dekarbonisierung seines Unternehmens weiter vorantreiben. Man möchte mit dem Wasserstoff, der zur Beheizung der Backöfen der eigenen Bäckerei Therese Mölk und als Treibstoff für die MPREIS Lkw-Flotte zum Einsatz kommt, auch einen maßgeblichen Beitrag zum Umweltschutz leisten.

Generell ist Wasserstoff ein farbloses Gas. Je nach Ursprung trägt das kleinste Element des Universums allerdings – in seiner Bezeichnung - verschiedene Farben. So gibt es auch grauen, blauen, türkisen, pinken und orangen Wasserstoff.

  • Grauer Wasserstoff entsteht durch die Dampfreformierung fossiler Brennstoffe wie Erdgas oder Kohle. Dabei gelangt CO2 in die Atmosphäre, wo es erhebliche Emissionen verursacht.
  • Blauer Wasserstoff ist grauer Wasserstoff, bei dessen Entstehung das CO2 teilweise abgeschieden und im Erdboden gespeichert wird. Er sei CO2-neutral, sagen seine Verfechter. Manche Experten sehen das anders und bezeichnen blauen Wasserstoff als „akzeptable Übergangslösung“.
  • Türkiser Wasserstoff ist Wasserstoff, der durch die thermische Spaltung von Methan aus Erdgas hergestellt wird. Anstelle von CO2 entsteht dabei fester Kohlenstoff, der sich weiter nutzen lässt. Das Verfahren befindet sich derzeit noch in der Entwicklung.
  • Pinker Wasserstoff wird mittels Elektrolyse aus Atomstrom gewonnen.
  • Oranger Wasserstoff wird aus Bioenergie hergestellt, die der „Alleskönner“ unter den erneuerbaren Energien ist. Sowohl Strom, Wärme als auch Treibstoffe können aus fester, flüssiger und gasförmiger Biomasse gewonnen werden.

Ist grüner Wasserstoff somit DAS Schlüsselelement der Energiewende? „Nicht ausschließlich“, sagt Perwög“, „aber es ist ein wichtiger und wesentlicher ‚Teil der Lösung‘. Damit auch künftige Generationen noch einen gesunden Lebensraum vorfinden, was unser aller erklärtes Ziel und eine Selbstverständlichkeit von nachhaltigem Wirtschaften sein muss.“