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MPREIS WASSERSTOFF

Hi-Tech für Wasserstoff-Produktion

In Völs bei Innsbruck steht Europas größte Single-Stack Elektrolyseanlage zur Produktion von grünem Wasserstoff. Damit nimmt MPREIS eine Anlage in Betrieb, die in dieser Form eine echte Innovation ist. Bei der Projektentwicklung, Umsetzung und Prüfung waren zahlreiche namhafte Partner involviert. Das Investitionsvolumen für die Anlage in Völs beläuft sich auf 13 Millionen Euro, die Hälfte davon wurde durch Fördermittel aufgebracht.

„Unsere Elektrolyse-Anlage ist einzigartig“, erklärt F&E Projektleiter Wolfgang Madl. „Bei den einzelnen Komponenten handelt es sich um ausgereifte, hochspezialisierte Technologie, die seit Jahrzehnten in der Industrie zum Einsatz kommt und höchste Sicherheitsstandards erfüllt. In ihrer Gesamtkonstruktion ist unsere Anlage aber einzigartig und wir haben im Rahmen der Inbetriebnahme selbst erstmals gesehen, wie das Zusammenspiel der einzelnen Komponenten funktioniert.“

Neuartige Technologie von einem der weltweit führenden Elektrolyse-Anbieter

Für die Elektrolyseanlage am eigenen Betriebsstandort setzt MPREIS auf die PAE-Elektrolyse (alkalische Druckelektrolyse). „Diese hat sich schon lange bewährt und ist sehr zuverlässig. Wir brauchen verlässliche Lösungen, weil unsere Lkw immer fahren und die Verfügbarkeit von grünem Wasserstoff also laufend gewährleistet werden muss“, erklärt der Projektinitiator und Leiter von MPREIS Sustainable Energy Solutions, Ewald Perwög.

So stand es für MPREIS außer Frage, für die Technologie der neuen Anlage in Völs auf einen ‚Big Player‘ zu setzen, den man in der Firma Sunfire Switzerland fand, die einer der weltweit führenden Elektrolyseanbieter ist. „Wir haben bei MPREIS einen 3,2 MW Druck-Alkali-Elektrolyseur installiert. Dieser stellt eine technologische Weiterentwicklung unserer bisherigen Elektrolyseure dar, die wir in industriellen Projekten auf der ganzen Welt im Einsatz haben“, sagt Sunfire CEO Nils Aldag. „Der Elektrolyseur verfügt über einen Betriebsdruck von bis zu 30 bar und ist besonders gut für industrielle Anwendungen geeignet. Wir freuen uns daher sehr, die Vorzüge dieser Innovation nun in Tirol demonstrieren zu können. Diese Technologie kann in weiterer Folge auch anderen, energieintensiven Industrien zu mehr Nachhaltigkeit verhelfen.“

Technische Umsetzung mithilfe von Tiroler Experten

Strategie und Projektentwicklung erfolgen in Kooperation mit dem Tiroler EU-Projektpartner FEN Systems im Green Energy Center in Innsbruck. Für den Stromeinkauf und das Stromnetz wird mit der TIWAG / TINETZ kooperiert.  Für die technische Umsetzung von Europas größter Single-Stack-Elektrolyseanlage griff MPREIS auf heimische Expertise zurück. Diese steuerte das auf komplexe Industrie- und Infrastrukturprojekte spezialisierte Ingenieurbüro ILF Consulting Engineers aus Rum bei Innsbruck bei. Auch für die dortigen Spezialisten stellte das neuartige Wasserstoffprojekt Pionierarbeit dar: „Es gab bisher keine ‚Blaupause‘, wie Wasserstoff im Umfeld eines Lebensmittelhändlers erzeugt und nachhaltig genutzt werden kann. So mussten auch wir Planer uns an die finale Lösung erst einmal herantasten. Das Besondere an diesem Projekt war auch, einen Elektrolyseur in die Produktionskette eines Lebensmittelproduzenten zu implementieren, der mit selbst erzeugtem grünem Wasserstoff sowohl die Backöfen seiner Bäckerei beheizen als auch seinen Fuhrpark betreiben wird. Das hatten wir in dieser Form noch nie“, freut sich Michel Kneller, der bei ILF Wasserstoffprojekte leitet, über die gelungene Kooperation mit MPREIS.

Bei den Spezialtanks für die Lagerung des Wasserstoffs vertraute MPREIS auf das Know-how des Tiroler Familienunternehmens APL Apparatebau aus Hopfgarten im Brixental. Anfang Juni 2021 wurden die für die Anlage notwendigen, insgesamt 130 Tonnen schweren Spezialtanks geliefert, die der Zwischenlagerung des grünen Wasserstoffs dienen. „Es freut uns sehr, dass wir mit unserer Expertise zu diesem Tiroler Pionierprojekt einen Beitrag leisten konnten“, betont APL-Geschäftsführer Markus Widner. 

"Das Besondere an diesem Projekt war auch, einen Elektrolyseur in die Produktionskette eines Lebensmittelproduzenten zu implementieren, der mit selbst erzeugtem grünem Wasserstoff sowohl die Backöfen seiner Bäckerei beheizen als auch seinen Fuhrpark betreiben wird. Das hatten wir in dieser Form noch nie."

Michel Kneller, ILF Consulting Engineers

TÜV-Prüfer: „Wesentlicher Beitrag für nachhaltige Zukunft“

Optimale Unterstützung bei der Errichtung von Europas größter Single-Stack-Elektrolyseanlage erfuhr MPREIS auch von Österreichs führendem Prüf-, Inspektions- und Zertifizierungsdienstleister TÜV Austria. Der Fokus wurde hier naturgemäß auf sicherheitsrelevante Prozesse gelegt. „Wichtige sicherheitstechnische Einrichtungen konnten bereits im Zuge der Projektierungs- und Errichtungsphase umgesetzt werden, wodurch die Inbetriebnahme der Elektrolyseanlage planmäßig stattfinden konnte“, sagt Peter Gredler, Projektverantwortlicher und Leiter der TÜV Austria-Geschäftsstelle in Innsbruck. „Die Prüfung erfolgte aufgrund optimaler Vorbereitung vor Ort ohne Probleme und konnte rasch abgeschlossen werden. Wir freuen uns sehr mit MPREIS, dass die Produktion von grünem Wasserstoff nun also beginnen kann, womit der Tiroler Nahversorger einen wesentlichen Beitrag für eine nachhaltige Zukunft leisten wird.“

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